Kapitel 4
Zwei Länder Relation
Hier betrachten wir nun die Möglichkeit, Wachstumsraten in In- und
Ausland zu vergleichen, also Fragen zu beantworten, wie: Was passiert, wenn
die Wirtschaft des Inlands wächst, die des Auslandes aber schneller
wächst?
Dazu betrachten wir die in- und ausländische Ökonomie symmetrisch. Es
gelten
Im Geldmarktgleichgewicht bestimmt das jeweilige Geldangebot
( und
) die
Geldmenge. Ersetzen wir dies in den Glednachfragegleichungen und dividieren
diese durcheinander, so erhält man
Hier setzen wir noch die Kaufkraftparitätengleichung ein und erhalten:
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Aufgelöst nach dem Wechselkurs
erhalten wir
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wobei dei mit gekennzeichneten
Größen jeweils das Verhältnis der jeweiligen in- zu ausländischen
Variablen kennzeichnet. Diese Gleichung lässt sich recht
anschaulich interpretieren, da eine Änderung eine Tilde-Variablen
um x%
bedeutet, dass sich die heimische Variable um x% mehr geändert hat als die ausländische.
Wir zeigen das am Beispiel der Gelmenge unter Verwendung der Approximationen
und
die jeweils
für kleine
und
gelten.
Wir ersetzen nun
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Durch kürzen von
an beiden Seiten erhalten wir
Man kann die Interpretation der obigen Gleichung auch formal herleiten,
indem man "loglinearisiert", d.h. man logarithmiert beide Seiten der Gleichung
und bildet dann die Differenz zur Vorperiode. Das Ergebnis ist dasselbe wie
oben.
Es gilt somit
- Ein Anstieg des relativen Geldangebots
um x% lässt die Währung um x% abwerten.
- Steigt das heimische Geldangebot
um x% mehr als das ausländische
so wertet die Währung um x% ab.
- Ein Anstieg des relativen realen BIP
um x% lässt die Währung um x% aufwerten.
- Steigt das heimische BIP
um x% mehr als das ausländische
so wertet die Währung um x% auf.
- Ein Anstieg des relativen Kassenhaltungskoeffizienten (Stabilität der
Transmissionsmechanismen am Finanzmarkt)
Preisniveaus um x% lässt die Währung um x% aufwerten.
Dabei sind die einzelnen Änderungen additiv.
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Prof. Dr. Christian Bauer, Lehrstuhl für monetäre Ökonomik, Universität
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