2.5 Übungsaufgaben

MC-Aufgaben

Frage 1: Was ist das "steady state"?




Antwort Frage 1

Als "steady state" wird das langfristige VOllerwerbsgleichgewicht (auch als natürliches Produktionsniveau YN) bezeichnet. Der Output im steady state ist nicht vom Preisniveau abhängig. Die Outputmenge wird lediglich durch Produktionstechnologie, Arbeit und Kapital in der Volkswirtschaft bestimmt.




Frage 2: Erklären Sie die Idee (i) der unvollkommenen Informationen, (ii) Lohnstarrheit, (iii) Nominallohnillusion und (iv) Preisstarrheit (Preisrigidität). Wie erklären diese Theorien den Zusammenhang zwischen Produktion und Preisniveau.




Antwort Frage 2

(i) unvollkommene Informationen: Die Annahme von unvollkommenen Informationen beschreibt eine Situation, in der Marktteilnehmer nicht über alle nötigen Informationen verfügen, um die bestmögliche Entscheidung (bspw. Preisfestzung) ohne Unsicherheiten zu treffen.
Produzenten kennen nur die Preisentwicklung ihres eigenen Gutes - allerdings nicht die Preisentwicklung der übrigen Produzenten. Steigt das allgemeine Preisniveau, bemerkt ein Produzent den Preisanstieg nur anhand seines eigenen Produkts (bspw. Preiserhöhung durch Verschiebung der Nachfragekurve). Durch denen eigenen Preisanstieg schlussfolgert der Produzent, dass der relative Preis seines Gutes gestiegen ist. Aufgrund von mangelnden Informationen über die Preisentwicklung anderer Güter (von anderen Produzenten), weiß der Produzent nicht die Preisentwicklung der anderen Gütern in der kurzen Frist. Aus diesem Grund weitet der Produzent die eigene Produktion aus. Allerdings gilt dieses Phänomen auch für alle anderen Produzenten und der aggregierte Output steigt mit dem Preisniveau.

(ii) Lohnstarrheit: Lohnstarrheit bedeutet, dass Nominallöhne nicht direkt auf Preisänderungen reagieren.
Bei unflexiblen Nominallöhnen führt ein Preisanstieg zu niedrigeren Reallöhnen, wodurch die Arbeitsnachfrage und letztlich auch das Güterangebot steigt. Dadurch steigt der volkswirtschaftliche Output mit dem Preisniveau an.

(iii) Nominallohnillusion: Arbeitnehmer können kurzfristig nicht zwischen Nominal- und Reallohn unterscheiden. Durch einen Preisniveauanstieg steigt auch der Nominallohn, der Reallohn hingegen sinkt. Fälschlicherweise halten Arbeitnehmen den Nominallohnanstieg für einen Reallohnanstieg und erhöhen daraufhin das Arbeitsangebot. Folglich steigt die Gesamtproduktion mit dem Preisniveau an.

(iv) Preisrigidität: Preisstarrheit (Preisrigidität) beschreibt, dass Preise nicht sofort auf Nachfrageveränderungen reagieren, d.h. dass sich Preise langsam langfristig auf realwirtschaftliche Änderungen anpassen.
In jeder Periode kann immer nur ein Teil aller Unternehmen ihre Preise anpassen. Steigt das Preisniveau, werden Produktie von Unternehmen vermehrt nachgefragt, welche ihre Preise (noch) nicht anpassen konnten, da diese relativ günstiger werden. Durch die erhöhte nachfrage weiten diese Unternehmen ihre Produktion aus. Folglich steigt die aggregierte Produktion mit dem Preisniveau an.




Frage 3: Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Reallohn und Arbeitslosenquote. Welchen Zsuammenhang besteht zwischen Arbeitslosenquote und dem Preisniveau?




Antwort Frage 3

\[ W = P^{e} F(u,z) ⇔ W/P = F(u,z) \] Bei sinkender Arbeitslosigkeit fordern Arbeitnehmer einen höheren Nominallohn, da Arbeitgeber nur wenige potenzielle Alternativen einstellen können (höhere Verhandlungsmacht bei den Arbeitnehmern). Bei konstantem Preisniveau steigt folglich der Reallohn bei sinkender Arbeitslosigkeit: \[ u ↓→ W ↑→ W/P ↑ \] Bei steigender arbeitslosenquote sinken die Nominal- bzw. Reallöhne, c.p. Aufgrund geringerer Lohnkosten können Unternehmen ihre Güterpreise reduzieren und das Preisniveau sinkt. \[ P_{t} = P_{t}^{e} (1+\mu) F(u,z) \] \[ u ↑→ F(u,z) ↓→ P ↓ \]




Frage 4: Aus welchen Gründen kann es zu einer Verschiebung der (i) kurzfristigen und (ii) langfristigen AS-Kurve kommen?




Antwort Frage 4

(i) Kurzfristige AS-Kurve:

(ii) Langfristige AS-Kurve:




Frage 5: Erklären Sie den (i) Keynes-Zinssatzeffekt, (ii) Pigou-Vermögenseffekt und (iii) Mundel-Flemming-Wechselkurseffekt.




Antwort Frage 5

(i) Keynes-Zinssatzeffekt: Aufgrund eines höheren Preisniveaus müssen Haushalte ihre verzinslichen Wertpapiere liquidieren, um ihren Konsum konstant halten zu können. Dadurch sinken die Wertpapierkurse und der Zinssatz steigt. Der höhere Zins führt zu einem Invesititionsrückgang und reduziert die Gesamtnachfrage.
\[ p ↑→ i ↑→ I ↓→ Y^{D} ↓ \] (ii) Pigou-Vermögenseffekt: Ein Preisniveauanstieg reduziert die reale Geldmenge (Kassenbestände) der Haushalte, d.h. Haushalte können sich, c.p., real weniger kaufen und die Gesamtnachfrage sinkt. \[ P ↑→ M/P ↓→ Y^{D} ↓ \] (iii) Mundel-Flemming-Wechselkurseffekt: Ein Preisniveauanstieg führt, c.p., zu einem Anstieg der inländischen Zinsen. Dadurch werden inländische Kapitalanlagen relativ zum Ausland attraktiver und ausländische Investoren investieren vermehrt in inländische Kapitalanlagen. Dieser Kapitalzufluss lässt die heimische Währung aufwerten, wodurch Exporte für das Ausland teurer, Importe im Gegenzug für das Inland günstiger werden. Die Nettoexporte sinken, wodurch sich auch die heimische Gesamtnachfrage reduziert. \[ P ↑→ i ↑→ E ↑→ Ex ↓ Im ↑→ NX ↓→ Y^{D} ↓ \]




Frage 6: Aufgrund der Corona-Pandemie und der anschließenden Lockdowns mussten Unternehmen (v.a. Gastronomie- und Tourismusbranche) ihren Betrieb einstellen. Auch die Bürger konnten keine Freizeitaktivitäten nachgehen.


(a) War die Corona-Pandemie ein angebots- oder nachfrageseitiger Schock?




Antwort Frage 6 (a)

Die Corona-Pandemie war sowohl ein angebots- als auch nachfrageseitiger negativer Effekt. Aufgrund von politischen Maßnahmen mussten Unternehmen ihre Produktion reduzieren (angebotsseitig), gleichzeitig führten bspw. Ausgangsbeschränkungen und Lohneinbußen durch Kurzarbeit zu einem Nachfrageeinbruch (nachfrageseitig).



(b) Zeigen Sie die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie in einem ASAD-Modell graphisch. Nehmen Sie an, dass sich die Volkwirtschaft vor der Pandemie im (langfristigen) Gleichgewicht befand.



Antwort Frage 6 (b)


(c) Nennen Sie die politischen Möglichkeiten, wie die Politik und Zentralbank auf die Corona-Pandemie reagieren könnte.



Antwort Frage 6 (c)



(d) Mit welchen Maßnahmen könnte die Politik die negativen Auswirkungen ausgleichen? Welche Auswirkungen hätten die jeweiligen Maßnahmen? Welche der möglichen Maßnahmen sind sinnvoll? Begründen Sie Ihre Antwort.




Antwort Frage 6 (d)

(i) Nachfrageseitige expansive Fiskalpolitik: \[ T ↓, G ↑→ AD ↑→ P↑,Y↑ \] Eine nachfrageseitige expansive Fiskalpolitik erhöht die Gesamtnachfrage, sodass das ursprüngliche Produktionsniveau erreicht werden könnte, allerdings bei einem deutlich höheren Preisniveau. Erhöht der Staat seine Staatsausgaben, lässt die Steuern jedoch unverändert, führen höhere Staatsausgaben zu einem Konsumrückgang von privaten Haushalten aufgrund von Reallohnkürzungen durch ein Preisniveauanstieg. Außerdem entsteht durch diese Maßnahme ein Zielkonflikt mit einer Zentralbank, welche Preisniveaustabilität anstrebt. In diesem Fall müsste die Zentralbank mit einer restriktiven Geldpolitik das Preisniveau drücken, wodurch nicht nur das Preisniveau, sondern auch das Produktionsniveau sinkt. Im schlechtesten Fall bleiben sowohl Preis- als auch Produktionsniveau unverändert, während höhere Staatsausgaben private Konsumnachfrage und Investitionen vom Markt verdrängen.

(ii) Angebotsseitige expansive Fiskalpolitik: \[ T ↓, G ↑→ AS ↓→ P↓,Y↑ \] Durch Steuersenkung oder Subventionen für Unternehmen könnte die Produktion auf das natürliche Produktionsniveau zurückgeführt werden. Gleichzeitig würde eine solche Maßnahme das Preisniveau reduzieren. Da als Folge der Corona-Pandemie das Preisniveau gestiegen, ist eine Reduktion des Preisniveaus als Folge der Fiskalpolitik aus Zentralbanksicht wünschenswert. Es entsteht kein Zielkonflikt mit der Zentralbank.

(iii) Wachstumsorientierte Geldpolitik: \[ M ↑ M/P ↑→ i↓→ I↑→ AD ↑→ P↑,Y↑ \] Die Ausweitung der nominalen Geldmenge reduziert den Zinssatz, wodurch Investitionen und die aggregierte Nachfrage ansteigen, sodass das natürliche Produktionsniveau erreicht werden kann. Allerdings führt wachstumsorientierte Geldpolitik zu einem höheren Preisniveau (Zielkonflikt mit Preisniveaustabilität) und Reallöhne sinken, c.p.

(iv) Preisniveauorientierte Geldpolitik: \[ M ↓→ M/P ↓→ i ↑→ I ↓→ AD ↓→ Y ↓, P↓ \] Durch die Corona-Pandemie ist das Preisniveau gestiegen, weshalb die Zentralbank durch restriktive Geldpolitik das Preisniveau reduzieren möchte. Folglich würde eine Preisniveauorientierte Geldpolitik die Rezession weiter verstärken, indem durch höhere Zinsen die Produktion bzw. die Investitionen weiter zurückgefahren werden würde.



(e) Aufgrund eines Krieges sind die Energiepreise gestiegen. Um diese negative Effekte abzufedern verabschiedete die deutsche Regierung das "Doppel-WUMMS"-Hilfspaket, um private Haushalte zu entlasten. Die höheren Energiepreise führen zu einem Preisniveauanstieg, weshalb die EZB die Zinsen erhöht. Zeigen Sie die kurzfristigen Auswirkungen zwischen des Krieges und den politischen Auswirkungen graphisch. Kommit es zu einem Zielkonflikt zwischen Preisniveau stabilität und Wirtschaftswachstum? Nehmen Sie an, dass im ursprünglichen Gleichgewicht das Preisniveauziel der Zentralbank erfüllt war.




Antwort Frage 6 (e)

Die graphische Lösung können Sie mit Hilfe der Grafik aus Aufgabe 6 (b) ablesen.

Ja, es entsteht ein Zielkonflitik zwischen expansiver nachfrageorientierter Fiskalpolitik ("Doppel-WUMMS") und restriktiver Geldpolitik. Durch den negativen Energiepreisschock verschiebt sich die AS-Kurve nach links, wodurch P ↑ und Y ↓. Die höheren Staatsausgaben führen zu einem Anstieg der Gesamtnachfrage, wodurch P ↑↑ und Y ↑. Allerdings muss die EZB, um das Preisniveauziel zu erfüllen, mit einer restriktiven Geldpolitik gegensteuern, wodurch sowohl P ↓ als auch Y ↓.




Frage 7: Definieren Sie die AD-Kurve.




Antwort Frage 7

Die AD-Kurve bildet alle (Y, P)-Kombinationen ab, bei denen sich der Geld- und Gütermarkt im Gleichgewicht befindet. Steigt das Preisniveau, so sinkt die reale Geldmenge und der Zinssatz steigt, c.p., wodurch Invesitionen und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sinkt, d.h. negativer Zusammenhang zwischen Preisniveau und gesamtwirtschaftliche Nachfrage.




Frage 8: Definieren Sie die AS-Kurve.




Antwort Frage 8

Die AS-Kurve bildet alle (Y, P)-Kombinationen ab, bei denen sich der Arbeitsmarkt im Gleichgewicht befindet. Kurzfristig ist die AS-Kurve steigend (siehe Aufgabe 2), während die langfristige AS-Kurve vertikal verläuft.




Frage 9: Bestimmen Sie die gleichgewichtige Arbeitslosenquote und den gleichgewichtigen Reallohn.




Antwort Frage 9

Lohnsetzung: Annahme: \[ P = P^{e} \] \[ W = PF(u,z) ⇔ W/P = F(u,z) \] Negativer Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und Reallohn, d.h. fallende Lohnsetzungskurve.

Preissetzung: \[ P = (1 + \mu)W ⇔ W/P = \frac{1}{1+\mu} \] Negativer Zusammenhang zwischen Reallohn und Gewinnaufschlag. Der Gewinnaufschlag ist allerdings eine Konstante, wodurch die Preissetzungskurve horizontal verläuft.

Die gleichgewichtige Arbeitslosenquote ergibt sich aus dem Schnittpunkt zwischen Lohn- und Preissetzungskurve: \[ F(u,z) = \frac{1}{1 + \mu} \]




Frage 10: Das ASAD-Modell im Gleichgewicht


(a) Welche Kurve verschiebt sich wie bei einem (i) positiven Angebotsschocck und (ii) positiven Nachfrageschock.





Antwort Frage 10 (a)

Bei einem positiven Angebotsschock verschiebt sich die AS-Kurve nach rechts/oben und bei einem positiven Nachfrageschock verschiebt sich die AD-Kurve nach rechts/unten.



(b) Angenommen die Volkswirtschaft wird von einem positiven Angebotsschock getroffen. Zeigen Sie graphisch die Reaktion der Zentralbank, wenn diese das Preisniveau konstant halten möchte.



Antwort Frage 10 (b)


(c) Welche anderen Maßnahmen wären denkbar, damit das ursprüngliche Preisniveau erreicht werden würde? Welcher dieser Maßnahmen sind sinnvoll und welche nicht?





Antwort Frage 10 (c)

Expansive nachfrageorientierte Fiskalpolitik: Durch diese Maßnahme würde sich die AD-Kurve nach rechts verschieben, wodurch Y ↑ und P ↑. Eine solche Maßnahme würde die Wirtschaft stimulieren und das Preisniveau konstant halten; sinnvolle Maßnahme.

Restriktive angebotsorientierte Fiskalpolitik: Durch diese Maßnahme würde sich die AS-Kurve wieder nach links verschieben, d.h. man würde versuchen den positiven Angebotsschock zu neutralisieren. Dadurch würde nicht nur das Preisniveau konstant bleiben, sondern auch das Einkommen; nicht sinnvolle Maßnahme.



(d) Nun nehmen Sie an, dass ein negativer Nachfrageschock die Wirtschaft trifft. Sowohl Politik als auch die Zentralbank streben an das volkswirtschaftliche Einkommen konstant zu halten. Welche Maßnahmen können das natürliche Produktionsniveau konstant halten? Welche Maßnahmen würden Sie empfehlen? Begünden Sie Ihre Antwort.





Antwort Frage 10 (d)

Negativer Nachfrageschock bedeutet, dass die AD-Kurve nach unten verschoben wird, wodurch Y ↓ und P ↓.

In diesem Fall wäre eine expansive angebotsorientierte Fiskalpolitik die beste Maßnahme, da das Preisniveau bei konstantem Einkommen geringer ist, d.h. das reale Einkommen wäre höher als in der Ausgangssituation.



(e) Zeigen Sie graphisch wie bei einem negativen Nachfrageschock das Einkommen konstant gehalten werden kann.



Antwort Frage 10 (e)


(f) Zeigen Sie graphisch wie bei einem negativen Nachfrageschock das Preisniveau konstant gehalten werden kann.


Antwort Frage 10 (f)



Frage 11: Zeigen Sie graphisch die langfristigen Auswirkungen von expansiver Geldpolitik. Erklären Sie das Ergebnis.



Antwort Frage 11

In der kurzen Frist führt eine Ausweittung der nominalen Geldmenge zu niedrigeren Zinsen, wodurch die Investitionen und folglich auch die Gesamtnachfrage steigen. Die Produktion liegt über ihrem natürlichen Niveau. Die AD-Kurve verschiebt sich durch die expansive Geldpolitik nach rechts. \[ M ↑→ M/P ↑→ i ↓→ I ↑→ Y ↑, P ↑ \] Durch die expansive Geldpolitik liegt das tatsächliche Preisniveau allerdings über dem erwarteten Preisniveau der Marktakteure. Daraufhin passen diese ihre Preiserwartungen nach oben an. Dadurch verschiebt sich die AS-Kurve solange nach links, bis das natürliche Produktionsniveau wieder erreicht ist. Dadurch stellt sich das natürliche Produktionsnievau ein, aber bei deutlich gestiegen Preisniveau. GAGN-F11



Frage 12: Was beschreibt "Neutralität des Geldes"?




Antwort Frage 12

"Neutralität des Geldes" beschreibt die Theorie, dass geldpolitische Maßnahmen (langfristig) keine realwirtschaftlichen Auswirkungen besitzt. Geldpolitik führt (langfristig) lediglich zu einer Änderung des Preisniveaus.



Frage 13: Nehmen Sie an eine Volkwirtschafts kann durch folgende Zusammenhänge beschrieben werden: \[ C = 750 + 0.8(Y - T) \] \[ I = 4000i \] \[ G = 750 \] \[ T = 2G \] \[ M - P = 0.2Y - 1000i \]


(a) Wie hoch ist die gleichgewichtige Produktion bei einem Zisnsatz von 2%?



Antwort Frage 13 (a)

\[ Y = 750 + 0.8(Y - 1500) - 4000 * 0.2 + 750 = 1100 \]


(b) Ermitteln Sie die AD-Kurve rechnerisch. TIP: IS- und LM-Kurve nach i auflösen.



Antwort Frage 13 (b)

IS-Kurve: \[ Y = 750 + 0.8(Y - 1500) - 4000i + 750 \] \[ 0.2Y = 300 - 4000i \] \[ i_{IS} = \frac{Y - 1500}{20000} \] LM-Kurve \[ M - P = 0.2Y - 1000i \] \[ i_{LM} = \frac{M - P - 0.2Y}{1000} \] AD-Kurve: Zinssätze gleichsetzen und nach Y auflösen \[ frac{Y - 1500}{20000} = \frac{M - P - 0.2Y}{1000} \] \[ Y = 300 + 4M - 4P \]


(c) Gehen Sie davon aus, dass die Staatsausgaben auf G' = 1000 ansteigen. Welche neue AD-Kurve ergib sich?



Antwort Frage 13 (c)

Neue IS-Kurve: \[ Y = 750 + 0.8(Y - 2000) - 4000i + 1000 \] \[ i_{IS} = \frac{Y - 750}{20000} \] Neue AD-Kurve: Zinssätze gleichsetzen und nach Y auflösen \[ frac{Y - 750}{20000} = \frac{M - P - 0.2Y}{1000} \] \[ Y = 150 + 4M - 4P \]


(d) Nun nehmen Sie an, dass die Staatsausgaben auf G'' = 850 steigen, die Steuern jedoch im Vergleich zu (b) konstant bleiben. Welche neue AD-Kurve ergibt sich?



Antwort Frage 13 (d)

Neue IS-Kurve: \[ Y = 750 + 0.8(Y - 1500) - 4000i + 850 \] \[ i_{IS} = \frac{Y - 2000}{20000} \] Neue AD-Kurve: Zinssätze gleichsetzen und nach Y auflösen \[ frac{Y - 2000}{20000} = \frac{M - P - 0.2Y}{1000} \] \[ Y = 400 + 4M - 4P \]


(e) Gehen Sie von der AD-Kurve aus Teilaufgabe (d) aus. Unterstellen Sie folgende AS-Kurve: \[ P = P^{e} + 0.5(Y - Y^{n}) \] Das natürliche Produktionsniveau liegt bei 1200 und die Geldmenge bei 600. Wie hoch ist das erwartete Preisniveau im langfristigen Gleichgewicht? Welchen Wert nimmt der Zins an?



Antwort Frage 13 (e)

Langfristig gilt, dass das tatsächliche Preisniveau gleich dem erwarteten Preisniveau ist, d.h.: \[ P = P^{e} \] \[ P = P + 0.5(Y - 1200) \] \[ Y = 1200 \] Das langfristige Preisniveau lässt sich anhand der AD-Kurve berechnen: \[ Y = 400 + 4M + 4P \] \[ 1200 = 400 + 4 * 600 - 4 * P \] \[ P = 400 \] Um den Zinssatz zu bestimmen, müssen die berechneten Werte in die Gleichung der LM-Kurve eingesetzt werden: \[ M - P = 0.2Y - 1000i \] \[ 600 - 400 = 0.2 * 1200 - 1000i \] \[ i = 4% \]


(f) Wie verändern sich die Werte, wenn man die AD-Kurve aus Teilaufgabe (c) wählt?



Antwort Frage 13 (f)

Langfristig gilt, dass das tatsächliche Preisniveau gleich dem erwarteten Preisniveau ist, d.h.: \[ P = P^{e} \] \[ P = P + 0.5(Y - 1200) \] \[ Y = 1200 \] Das langfristige Preisniveau lässt sich anhand der AD-Kurve berechnen: \[ Y = 150 + 4M + 4P \] \[ 1200 = 150 + 4 * 600 - 4 * P \] \[ P = \frac{1350}{4} = 337.5 \] Um den Zinssatz zu bestimmen, müssen die berechneten Werte in die Gleichung der LM-Kurve eingesetzt werden: \[ M - P = 0.2Y - 1000i \] \[ 600 - 337.5 = 0.2 * 1200 - 1000i \] \[ i = 2.25% \]


(g) Ermitteln Sie rechnerisch das Produktions- und Preisniveau in der kurzen Frist, wenn die nominale Geldmenge auf M' = 300 reduziert wird. Nutzen Sie als Vergleich die Werte aus Aufgabe (e). Gehen Sie von einer adaptiven Erwartungsbildung aus.



Antwort Frage 13 (g)

P = 400 ist das langfristige Preisniveau. Adaptive Erwartungsbildung bedeutet, dass die Erwartung für die Zukunft gleich dem heutigen Wert entspricht. In anderen Worten, man geht davon aus, dass es morgen so ist wie heute. \[ P = P^{e} = 400 \] Da P = 400 das langfristige Preisniveau entspricht, muss das kurzfristige Preisniveau berechnet werden.

AD-Kurve:AD-Kurve: \[ Y = 400 + 4M + 4P = 400 + 4 * 300 - 4P = 1600 - 4P \] AS-Kurve: \[ P = P^{e} + 0.5(Y - Y^{n}) = 400 + 0.5(Y - 1200) \] \[ Y = 2P + 400 \] Kurzfristiges Preisniveau: \[ 1600 - 4P = 2P + 400 \] \[ P = 200 \] \[ Y = 800 \]



Frage 14: Bitte kreuzen Sie die richtigen Aussagen an.


























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Prof. Dr. Christian Bauer, Lehrstuhl für monetäre Ökonomik, Universität Trier, D-54296 Trier, E-mail: bauer@uni-trier.de